15 Stadtnetz Ahlen

Rund sein bedeutet ohne Anfang und ohne Ende. Da gibt es viele Bezeichnungen. Eine Runde drehen, man sitzt in der Runde, die Zeiger der Uhr drehen ihre Runde. Wenn man ständig die gleiche Arbeit macht, steckt man in der Tretmühle und auch da geht es rund….
Das Wort wurde geprägt, vor der Erfindung der Dampfmaschine. Im Mittelalter mussten Menschen in großen Laufrädern, eine Art Kran und auch Mühlen antreiben. Sie liefen dabei wie ein Hamster in dem Laufrad, das nannte man Tretmühle.
In England hat man das noch lange mit Gefangenen praktiziert und hatte dadurch sehr profitable Getreidemühlen.
Wenn heut also von einem monotonen Arbeitsverhältnis gesprochen wird, hört man schon einmal den Ausdruck der Tretmühle. Auch ein Fahrrad kann man als Tretmühle bezeichnen. Das benutzt man jedoch heut um sich tretend fortzubewegen oder um die Bewegungsfähigkeit zu erhalten. Sogar schon mit elektrischer Unterstützung. Man tritt rund um zwei verbundene Räder in Bewegung zu setzen, aber trotzdem legt eines davon eine größere Strecke zurück als das andere.
Das Vorderrad ist beweglicher, als das festsitzende Hinterrad. Durch das Hin- und her lenken, um auszuweichen oder Kurven zu nehmen, fährt das Vorderrad eine größere Strecke als das Hinterrad. Schlaue Statistiker haben ausgerechnet, dass es eine Differenz von ca 30m ist, bei einer 5km langen Fahrstrecke. Die Folge wird sein, dass das Vorderrad früher Verschleißerscheinungen zeigt, als das Hinterrad. Wer denkt schon daran, wenn er fröhlich tretend durch die Landschaft radelt, dass seine drehenden Räder unterschiedliche Strecken zurücklegen müssen.
-ag-