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Wenn Kakteen zum Hobby werden.....
Stetig wächst die Zahl der Kakteenfreunde. Ein Grund dafür könnte sein, dass Kakteen und Sukkulenten aus Gegenden stammen, die eine geringe Luftfeuchtigkeit haben, so dass diese Pflanzen in unseren geheizten Wohnungen besser gedeihen als manch andere Zimmerpflanze.
Nicht alle Kakteen, die wir so bezeichnen, sind auch wirklich echte Kakteen. Viele Gewächse, die wir als Kakteen kennen, sind Sukkulenten. Diese Gewächse gehören zu anderen Pflanzengattungen, sie haben nur eines mit Kakteen gemeinsam, nämlich ein wasserspeicherndes Gewebe.
Wer meint, Ka
kteen und Sukkulenten sind nur in Nord- und Südamerika zuhause, der irrt. Selbst auf Grönland, im Kaukasus, Himalaya und in den Hochlagen der Alpen sowie in anderen Hochgebirgen sind sie zu finden. Die meisten sukkulenten Pflanzen stammen jedoch aus Afrika und seinen Inseln, aber auch in China, Australien, Indien, Burma und der Inselwelt im Pazifik sind sie beheimatet.
Viele Kakteen benötigen im Winter keine hohen Zimmertemperaturen, doch kann ihre Blühwilligkeit dadurch beeinträchtigt werden. Man stellt sie je nach Art entweder an sonnigen Fenstern oder bei „schattigen“ Sorten an Nord- oder Ostfenster. Es ist ratsam, sie ein- bis zweimal in der Woche um 180 ° zu drehen, damit sie wie in Mutter Natur von allen Seiten Licht erhalten.
In der Wohnung kultivierte Kakteen benötigen im Sommer weniger Wasser als Pflanzen, die im Gewächshaus stehen. Im Winter stehen sie in der Wohnung wärmer, daher brauchen sie in dieser Jahreszeit nur gelegentlich Wasser, damit sie nicht schrumpfen. Wer nicht genügend Platz auf der Fensterbank hat, kann Kakteen auch in Kellerräumen gedeihen lassen, allerdings ist hier dann künstliches Licht aus Leuchtstoffröhren nötig.
Man mag es fast nicht glauben, aber einige winterharte Kakteen und Sukkulenten eignen sich auch für den heimischen Garten. Doch dies ist ein wenig komplizierter als der Platz auf der Fensterbank. Gepflanzt in einem erhöhten Steingarten sollten sie ihren Platz im sehr sonnigen Teil des Gartens finden. Details über die Anlage eines entsprechend angelegten Steingartens finden Sie in der Fachliteratur oder beim Gärtner Ihres Vertrauens.
Die zum Pflanzen benötigte Erde erhält man im Fachhandel, doch man kann sie auch selbst herstellen. Die meisten der Pflanzen gedeihen in einer einfachen Mischung aus gleichen Teilen Laubhumus (Buchen- oder/und Eichenblätter) und gewaschenen, groben Sand, der von Fisch-Liebhabern für ihre Aquarien verwendet wird.
Zum Pflanzen nimmt man unbedingt Töpfe mit Abzugslöchern, da die Pflanzen sonst leicht überwässert werden. Deshalb sollte man auch mit dem Gießen sehr sparsam sein. Dem größten Teil der Pflanzen genügt es, wenn sie im Frühjahr und Herbst alle 7 bis 10 Tage und im Sommer nach 4 bis 5 Tagen gegossen werden. Sind sie in Kunststofftöpfe gepflanzt, kann man bis zum nächsten Gießen 2 Tage länger warten. In der Wachstumsphase ist es für die Pflanzen am besten, sie erst kurz vor dem völligen Austrocknen des Bodens zu gießen.
Wolläuse, Schildläuse und Rote Spinnen sind die Hauptschädlinge der Kakteen und Sukkulenten. Hiergegen helfen Insektizide aus dem Fachhandel, die auch bei anderen Zimmerpflanzen zur Anwendung kommen können. Vorbeugen ist auch hier besser als heilen. Deshalb ist es gut, wenn die Pflanzen im Frühjahr, Sommer und Spätherbst von oben mit dem Insektizid besprüht werden. Kakteen und Sukkulenten werden nur von relativ wenigen Krankheiten befallen. Unschöne Flecken ruft eine Art von „Schwarzfäule“ hervor. Da sie selten eine Pflanzen zum Absterben bringt, kann hier ein gesunder Trieb abgenommen und bewurzelt werden.
Viele Kakteen und Sukkulenten lassen sich durch Stecklinge vermehren. Dies geht in der Regel recht einfach. Dafür benötigt man je nach Größe der Kakteen ein scharfes Messer, eine Gartenschere bzw. eine Säge. Nach dem Abschneiden sollten die Stecklinge einige Tage an einer warm
en, halbschattigen Stelle gelagert werden. Die meisten Sorten kann man dann sofort in Töpfe pflanzen und alle paar Tage gießen. Dabei ist es wichtig, dass die Stecklinge nicht in der vollen Sonne stehen.
Wenn man alles richtig gemacht hat, dann belohnt der Kaktus den Zimmergärtner mit einer oder mehreren Blüten, die schöner nicht sein können!!
-ct-