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16.03.10 07:18 Alter: 176 Tage

Wie schnell kann die Motzkuh fliegen?

Vortrag von Annette Langen

Wie schnell kann die Motzkuh fliegen?

 

Als Antwort auf diese Frage, gestellt von der Kinderbuchautorin Annette Langen, kam die Motzkuh unvermittelt in Stoffform ins Publikum geflogen. Das Publikum waren  80 Teilnehmerinnen und ein Teilnehmer aus den Kindertageseinrichtungen  und Grundschulen, aus Offenen Ganztagsschulen und dem Berufskolleg aus dem ganzen Kreis, die am Samstag in die Stadtbücherei Ahlen gekommen waren, um an einer Fortbildungsveranstaltung des Regionalen Bildungsbüros für den Kreis Warendorf zum Thema Sprachförderung teilzunehmen. Auch die Ahlener  Vorlese- und Sprachpaten waren der Einladung zahlreich gefolgt.

 Annette Langen, „Mutter“ des weltbekannten Hasen Felix und der Motzkuh, konnte die TeilnehmerInnen in ihrem engagierten Vortrag mit dem Thema: „Warum (Vor)Lesen die nachhaltigste Investition in die Zukunft eines Kindes ist“, davon überzeugen, dass Vorlesen sich nicht auf Worte und das Zeigen von Bildern beschränken muss, sondern vielmehr für Kinder mit einem erlebbares Geschehen verbunden sein kann und sein sollte Eine große Rolle spielt auch das Gefühl von Nähe und Zuwendung, das Kinder beim Vorlesen erfahren.

 Gerade das regelmäßige Vorlesen, mit dem  die Vorlesepaten in Kindergärten, Grundschulen und in der Stadtbücherei ehrenamtlich eine wichtige Unterstützungsarbeit leisten, kann die sprachliche und schulische Entwicklung von Kindern nachhaltig beeinflussen. Annette Langen stellte wissenschaftliche Studien vor, nach denen der Wortschatz bei kleinen Kindern messbar größer, der Schulerfolg besser und die Schulabschlüsse höher sind. Da nach Umfragen nur noch etwa 30 % der Eltern ihren Kindern regelmäßig vorlesen, kommt dem Engagement der Vorlesepaten eine besondere Bedeutung zu.

Birgit Schlüter von der Leitstelle „Älter werden in Ahlen“, die die Ahlener Vorlesepaten betreut, zeigte sich erfreut über die Möglichkeit, gemeinsam mit den verschiedenen an  Bildung und Sprachförderung beteiligten Professionen im Übergang vom Elementar- zum Primarbereich an einer Fortbildung teilnehmen zu können.

Auch an den anschließenden Workshops nahmen einige der Vorlesepaten teil. Hier ging es in verschiedenen Angeboten u.a. um den Einsatz von Bilderbuchkinos, um die besondere Situation von Kindern mit Deutsch als Zweitsprache oder um den kreativen Umgang mit Reimen und Gedichten. Das Kunstmuseum Ahlen  beteiligte sich mit dem Angebot seines museumspädagogischen Programms.


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