Unsere Arbeit
- 1 SINN-Netzwerk.
- 2 Das Ahlener System.
- 3 Leitstelle Älter werden in Ahlen.
- 4 Verein Alter und Soziales e.V..
- 5 Integriertes Handlungskonzept.
- 6 Wohnen im Alter.
- 7 Modellprojekte.
- 8 Auszeichnungen und Preise.
- 9 Fachveröffentlichungen.
- 10 Vorträge und Präsentationen.
- 11 Arbeitshilfen für uns und andere.
- 12 Pressespiegel.
Wohnen im Alter in Gemeinschaft und Sicherheit
Unter dem Titel "Wohnen im Alter in Gemeinschaft und Sicherheit" wurde 2012 das neue Integrierte Handlungskonzept des Vereins Alter und Soziales e.V. und der Stadt Ahlen erstellt.
Ausgangslage und Problemstellung
In Ahlen wird seit 1992 intensiv an der Optimierung des ambulanten Versorgungssystems für ältere hilfe- und pflegebedürftige Menschen gearbeitet.
Neben dem Auf- und Ausbau von innovativen, bedarfsgerechten Angeboten stehen die Vernetzung und die Zusammenarbeit der Dienste und Einrichtungen im Mittelpunkt der Arbeit. Um diese auch strukturell abzusichern, gründeten die TrägerInnen von gesundheitlichen und sozialen Diensten und die Stadt Ahlen den Verein Alter und Soziales e.V. Dieser führt zahlreiche Modellprojekte durch, hier werden Leitlinien für die Weiterentwicklung des Hilfesystems vereinbart und Sozialplanung vorgenommen. Er ist Träger des Seniorenbüros Ahlen.
Nun soll das Postulat „ambulant vor stationär“ auch auf das Wohnangebot für hilfe- und pflegebedürftige Menschen übertragen werden. Da Ahlen relativ wenige Heimplätze aufweist, treten InvestorInnen aus dem gesamten Bundesgebiet an die Stadt Ahlen heran, um eine weitere Einrichtung mit 80 Plätzen zu errichten. Diese Vorhaben entsprechen allerdings nicht der Philosophie der Ahlener Seniorenarbeit. Vielmehr sollen Wohnalternativen entstehen, die für die verschiedenen Bedarfslagen passgenaue Lösungen bieten und möglichst lang eine selbstständige Lebensführung ermöglichen.
Lösungsansatz und Ziele
Um die Errichtung von Wohnprojekten anzuregen und um InvestorInnen sowie BetreiberInnen verständlich zu machen, welche Entwicklungen in Ahlen gewünscht und unterstützt werden (und welche auch nicht!), hat der Verein, gefördert vom Kuratorium Deutsche Altershilfe, mit der Stadt zusammen ein Handlungskonzept aufgestellt, das neben Zahlen, Daten und Fakten auch fachlich-inhaltlich Ziele vorgibt. Grundlage hierfür war ein partizipativer Prozess mit BürgerInnen, lokalen Diensten, Politik und Fachleuten, in dessen Verlauf die Wünsche und Vorstellungen der Beteiligten erfasst und ausgewertet wurden.
Dezentral in den Stadtteilen sollen ausdifferenzierte Wohnalternativen entstehen, die mit Angeboten der sozialen Teilhabe verknüpft sind. Konkret: Projektiert sind sog. Quartierszentren, die barrierefreies Wohnen, betreutes Wohnen und Pflegewohnen sowie Wohnangebote für Demenzerkrankte verknüpfen. In den Zentren finden zudem Beratung - wie z.B. die Wohn- und Pflegeberatung - und nachbarschaftlichen Hilfen statt. Die Quartierszentren strahlen so Sicherheit und Gemeinschaft in die umliegende Wohnbereiche, insbesondere in die Senioren- und Pflegehaushalte aus. Ergänzt werden die Zentren durch weitere Wohnprojekte in der Stadt.
Voraussetzung für ein Gelingen ist im Umsetzungsprozess eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Verein Alter und Soziales e.V. mit seinem Seniorenbüro und der kommunalen Sozial-, Stadtentwicklungs- und Bauleitplanung. Das Seniorenbüro hat die Partizipationsprozesse durchgeführt. Dabei konnte auf Strukturen und Erfahrungen der Bürgerbeteiligung aus dem Programm „Aktiv im Alter“ aufgebaut werden.
Fazit:
Nachdem die Vorstellungen zu den Quartierszentren breit kommuniziert wurden, ist die Resonanz erstaunlich. Nicht nur die bestehenden stationären Einrichtungen wollen sich in diesem Sinne weiterentwickeln, sondern zunehmend kommen InvestorInnen, ArchitektInnen und BetreiberInnen, die an der Verwirklichung des Handlungskonzeptes mitwirken werden. Im politischen Raum und in der Bürgerschaft wird das Konzept positiv begleitet, erste Projekte nehmen bereits konkrete Formen an.
Das Seniorenbüro begleitet diesen Prozess durch bürgerschaftliche Engagement Älterer, z.B. in einer „inklusiven“ Theatergruppe zum Thema Seniorenwohngemeinschaften, durch eine Bürgerarbeitsgruppe und nachbarschaftliche Aktivitäten, wie einem Mittagstisch für jung und alt sowie ein interkulturelles Kaffee. Diese Aktivitäten werden durch das Projekt Nachbarschaftshilfe von dem Bundesfamilienministerium gefördert.
Unseren Bericht finden Sie hier.
Integriertes Handlungskonzept
Seit 1993 arbeiten die Stadt Ahlen, alle Wohlfahrtsverbände, das Krankenhaus, die Seniorenheime, die Hospizbewegung und die Familienbildungsstätte in dem Verein Alter und Soziales e.V. an der Verbesserung der Lebensqualität älterer Menschen in Ahlen zusammen. Grundlage dazu bildet das "Integriertes Handlungskonzept zur Absicherung und Verbesserung der Lebensqualität älterer Menschen in Ahlen", das mehrfach, zuletzt 2012 fortgeschrieben wurde.
Einführung (pdf-Datei)
Das "Integriertes Handlungskonzept zur Absicherung und Verbesserung der Lebensqualität älterer Menschen in Ahlen" bietet die konzeptionelle Grundlage für die Zusammenarbeit in dem Verein Alter und Soziales e.V und für die Sozialplanung der kommunalen Leitstelle "Älter werden in Ahlen". Hier ist die Entwicklung von 1992 bis 2006 dargelegt.
Organigramm
Verschaffen Sie sich hier einen Überblick über die Vielfalt der Themen, die mit dem "Integrierten Handlungskonzeptes" bearbeitet werden.
Konzept von 1999 (pdf-Datei)
Das Integrierte Handlungskonzept zur Verbesserung und Absicherung der Lebensqualität älterer Menschen in Ahlen von 1999 war der Grundstein der Zusammenarbeit im Ahlener System. Ziel war es, ein Konzept für die Zusammenarbeit zu erstellen, dass dynamisch an die sich veränderten Herausforderungen des demographischen Wandels anzupassen war. Fünf Jahre später wurde es entsprechend überarbeitet.
Konzept von 2004 (pdf-Datei)
Das Integrierte Handlungskonzept zur Verbesserung und Absicherung der Lebensqualität älterer Menschen in Ahlen wurde 2004 fortgeschrieben, um die Erfahrungen und Ergebnisse einer umfänglichen Projektarbeit für die künftige Arbeit auszuwerten und neue Perspektiven und Schwerpunkte zu vereinbaren.
Übersicht zu den Projektnetzen (pdf-Datei)
Verschaffen Sie sich einen Überblick über die vergangenen und aktuellen Projekte in Ahlen bis einschließlich 2006.
Preise und Auszeichnungen
Preise und Auszeichnungen für unsere Arbeit zeigen uns, dass wir mit unseren Projekten und Aktivitäten richtig liegen und im Wettbewerb mit anderen bestehen können. Für die Ehrenamtlichen und das Team sind Gewinne eine Bestätigung für gute Arbeit und natürlich Grund zu gemeinsamer Freude!
Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen, die durch ihr Engagement, ihren Ideenreichtum und ihre Mitwirkung zu den zahlreichen und vielfältigen Erfolgen beitrugen!